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Vegan im Krankenhaus?

Mein persönlicher Erfahrungsbericht nach fünf Tagen Aufenthalt im Berliner Krankenhaus Vivantes


Tag 1: So sieht vegan NICHT aus...


Ich musste leider ganz ungeplant ins Krankenhaus. Ungeplant auch insofern, dass ich mich Essens-und Snacktechnisch nicht ausstatten konnte, wie es die meisten vegan lebenden Menschen ja tun, wenn sie auf Reisen gehen oder ähnliches. Da das keine geplante Reise und kein geplanter Aufenthalt war, bin ich also ganz ohne die Nüsse und den veganen Notfall-Riegel ins Krankenhaus.


Bei der Aufnahme wurde ich zu meine Ernährung befragt bzw. ob ich eine bestimmte Diät halte. Die Krankenschwester vermerkte ganz groß "vegan" auf ihrem Zettel und meinte: "Puh, ob wir da was haben?"

Hatten sie nicht, denn meine erste Mahlzeit im Krankenhaus, das Abendessen, bestand aus zwei Scheiben Toastbrot, Butter, Streichkäse und Quark (siehe oberes Foto).

Alles andere als Vegan. Somit nichts für mich.


Veganes Frühstück vielleicht?


Am nächsten Morgen sollte ich nüchtern bleiben und das fiel mir auch nicht schwer, denn es wurde mir gar nichts zum Essen gebracht. Nachdem am Nachmittag klar wurde, dass ich auch kein Mittagessen bekommen habe, war eine der Krankenschwestern irritiert und entschuldigte sich dafür. Ich muss dazu sagen, dass der Grund meines Krankenhausaufenthalts eine HNO-Diagnose war und ich kaum essen und trinken konnte.

Am selben Tag kam eine Person in mein Zimmer gestürmt und rief "Essensbestellung". Ich wusste gar nicht, was die Person meinte und war irritiert. Offensichtlich kann man jeden Tag eine Essensbestellung für den nächsten Tag abgeben. Und siehe da es war auch vegan möglich und es gab sogar mehrere vegane Gerichte zur Auswahl. Yeah!

Ich bestellte also für den dritten Tag Vollkornbrot zum Frühstück mit Marmelade und veganem Aufstrich. Einen Möhreneintopf zum Mittagessen (der leider ungenießbar war! ) und zum Abendessen gab es erneut Vollkornbrot, vegane Wurst und eine Tomate.





 

4. Tag mit Chili Sin Carne


Das Frühstück sah also immer gleich aus. Vollkornbrot, Marmelade, veganer Aufstrich und Obst und ähnlich das Abendessen zu dem es noch vegane Wurst und Gemüse gab. Zum Mittagessen am vierten Tag habe ich mir ein Chili Sin Carne bestellt. Es hat überraschend gut geschmeckt und die Portion war auch richtig sättigend.



Zu meiner Freude gab es noch einen leckeren Salat, einen Apfel und einen veganen Snack.




Am 5. Tag gab es für mich außer Frühstück kein weiteres Essen mehr, denn ich durfte dann endlich nach Hause. Juhuuu! Ich war erleichtert und voller Vorfreude auf meinen Mann und Sohn. Und natürlich auch auf unsere Lebensmittel und Gerichte.


Mein Fazit


Dass die gewünschte Ernährungsform erst ab dem dritten Tag umgesetzt wurde, ist definitiv nicht in Ordnung. Hätte mich mein Mann nicht mit veganem Essen versorgt, wäre ich hungrig geblieben, denn ich glaube nicht mal das helle Toastbrot war vegan. Das ist definitiv ein No-Go und ich werde die Klinik auf jeden Fall diesbezüglich kontaktieren.

Ansonsten war das vegane Essen (bis auf den Möhreneintopf) essbar und OK, auch wenn hier noch geschmacklich sowie nährstofftechnisch viel Spielraum nach oben ist.


Hast du Fragen zu meiner Erfahrung im Krankenhaus? Melde sich sehr gerne unter hello@plantwise.de.


Alles Liebe und bleib gesund

Sylvia

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